Meldung für Beamte und den öffentlichen Dienst in Bayern: Mehr ist noch nicht mehr; 09/2016

Mehr ist noch nicht mehr

Als Reaktion auf die mutmaßlich islamistischen Angriffe in Würzburg und Ansbach sowie die von einem rechtsextremen Deutsch-Iraner verübte Bluttat in München kündigte die Bayerische Landesregierung eine Stärkung von Polizei und Justiz an. „Wir werden 2017 bis 2020 jedes Jahr zusätzlich 500 Polizisten und Polizistinnen einstellen“, ließ sie nach ihrer Kabinettsklausur im Sommer erklären, „2.000 Stellen für spürbar mehr Präsenz und Sicherheit.“ „Das grenzt schon an Realitätsverweigerung“, kommentierte Bayerns DGB Vorsitzender Matthias Jena die Zahlen, „angesichts des schon bestehenden Personalmangels von mehr als 2.400 Personen ist diese Ankündigung ungenügend.“ Es werde nicht einmal das vorgegebene Soll erreicht. Denn zum 31. Dezember 2015 gab die offizielle Statistik über die Besetzungsstärke der bayerischen Polizeipräsidien eine Lücke von 2.471 Personen an. Diese Abweichung beschreibt die vorhandene Personalstärke in Vollzeitstellen abweichend zur Sollstärke. Darüber hinaus schieben die bayerischen PolizistInnen mehr als 1,6 Millionen Überstunden vor sich her.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2016


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